Montag, 10. Mai 2010

Lang ist´s her....

....dass ich das letzte mal etwas geschrieben hab. Aber es war auch viel los.
Zu Ostern kamen mich meine Eltern eine Woche lang besuchen. So konnten sich die beiden mit Hilfe von Karfreitag und Ostermontag zwei Urlaubstage sparen. ich dagegen musste auch an Karfreitag arbeiten. Das ist hier nämlich kein Feiertag und meine Laborkollegen waren sich auch nicht so sicher, was denn nun an Karfreitag genau passiert ist. Also ist es wohl auch normal, dass man dann nicht frei hat. So mussten sich dann meine Eltern erst mal zwei Tage ohne mich in der Touraine umschauen. Aber hier gibt es ja einfach so viel zu entdecken!Am Wochenende sind wir dann zusammen losgezogen und waren unter anderem in dem schönen kleinen Örtchen Montrichard, wo wir uns eine alte Festung ansahen,im Nachbarort Pontlevoy, wo es eine Abtei zu bewundern gab, in der heute so eine Art Tagungszentrum untergebracht ist. Danach machten wir dann noch einen kleinen Abstecher nach Blois, einer schon etwas größere Stadt mit sage und schreibe 50000 Einwohnern. Da es für eine Schlossbesichtigung schon zu spät war, sahen wir uns also ein wenig in der Altstadt um. Da das Wetter nicht ganz mitspielte wurden wir "gezwungen", auch noch eines der schönen Cafés von innen zu erkunden.
Am nächsten Tag machten wir uns dann auf nach Chinon, einem ebenfalls sehr malerischen Städtchen mit einigen mittelalterlichen Gassen und, wie sollte es anders sein, natürlich auch einem Schloss mit samt älterer Burg, von woaus man einen tollen Ausblickauf die umliegenden Weinberge und die Vienne (ja, zur Anwechslung mal nicht die Loire, es gibt hier nämlich viele schöne Flüsse) hatte. Strategisch günstig also zur Verteidigung gebaut.
Ja, das bemerkenswerteste an diesem Besuch waren allerdings nicht die schönen Ausflüge, sondern vielmehr die "Autopanne". Vor wenigen Monaten waren beim (fast neuen) Auto meiner Eltern schon mal die Einspritzpumpen kaputt- offenbar ein Systemfehler. Und genau das passierte jetzt wieder, natürlich, wenn man grade im Ausland ist. Da hieß es dann also erst mal, sich mit der französischen Mercedes-Hotline auseinandersetzen, einen Abschleppwagen kommen lassen, usw. Und das alles am Ostersonntag! da ja dann am nächsten Tag auch Feiertag war, konnte das Auto natürlich erst am Dienstag in die Werkstatt gebracht werden, wo man sich dann auch mit der englischen Sprache wieder sehr schwer tat. Deswegen wurde ich von der Arbeit zu Hilfe geholt, und nachdem sie uns einige Zeit hingehalten hatten (wahrscheinlich um in genau dieser Zeit das erste Mal überhaupt den Wagen anzuschauen), wurde uns endlich mitgeteilt, dass die Einspritzpumpen kaputt seien. Als ob man das nicht selbst gewusst hätte. Allerdings wurde eine Lieferung der erforderlichen Teile und die Reperatur des Autos für den nächsten Tag versprochen. Das war auch dringend notwendig, wollten meine Eltern doch an selbigem wieder nach Deutschland fahren. Sie hatten zwar einen Mietwagen bekommen, aber den kann man natürlich nur in Frankreich wieder zurückgeben, ist doch klat, oder!
Aber oh Wunder, am nächsten Tag war das Auto tatsächlich fertig, und so konnte der Heimweg in sage und schreibe 9 Stunden bewältigt werden (das geht meiner Ansicht nach auch nur, wenn man mit einem Mercedes fährt....). Und durch diese kleine Panne konnten ich dann auch feststellen, dass es mit meinen Französischkenntnissen doch immer wieter bergauf geht. So eine Unterhaltung über Einspritzpumpen, Mietautos und Abschleppdienste wäre mir wohl anfangs noch etwas schwerer gefallen.
Sodann hatte ich einen Tag sturmfreie Bude, an dem ich dann schnell Bettwäsche und Handtücher gewaschen hab. Und dann kam auch schon der nächste Besuch: meine Freundin Steffi aus Weyhe. Leider musste ich auch sie einen Tag alleine durch Tours streifen lassen, da ich mir einen Urlaubstag sparen wollte (irgendwie reichen die zwar trotzdem nicht, hmmm), aber bei strahlendem Sonnenschein war auch das wohl kein problem. Im Gegensatz zu den momentanen Temperaturen war es an diesem Wochenende Mitte April doch richtig warm. So konnten wir dann auch wieder den einen oder anderen Ausflug unternehmen. Z.B. in das Loire-Schloss mit dem wohl schönsten Garten, Villandry. Leider, leider war dieser allerdings der Jahreszeit entsprechend noch nicht ganz so schön bepflanzt. Aber sehenswert ist es trotzdem.Ein anderer Ausflug führte mich mal wieder ins schöne Chinon, wo wir diesmal auch die Zeit hatten, uns das Schloss anzusehen. Dieses wurde von mehreren Königen und in verschiedenen Stilen erbaut, weswegen es natürlich sehr sehenswert ist. Auch die hauseigene Kunstsammlung ist nicht zu verachten (ich kann dazu jetzt nicht so viel sagen, aber eine ehemalige Kunst-LKlerin wird das schon wissen ;-))
Und weil das Wetter nach der Schlossbesichtigung immer noch so schön war, gönnten wir uns auf dem Schlossvorhof noch ein kühles Bierchen.
Als eigentlichen Höhepunkt unserer Ausflugstouren kann man aber wohl die Weinprobe bezeichnen. Wir waren ganz in der Nähe von Tours, in dem schönen Örtchen Vouvray, wo auch der gleichnamige Wein hergestellt wird. Dort besuchten wir einen riesigen Weinkeller, in dem doch immerhin bis zu 4 Mio. Flaschen lagern. Und da wir die einzigen Besucher waren, bekamen wir sogar eine Führung auf Deutsch. Was ein Glück! So musste ich nicht die ganze Übersetzungsarbeit leisten. Im Anschluss an die Besichtigung des Weinkellers gab es dann die verköstigung -natürlich auch nur für uns beide. Ich war Auto gefahren, weswegen ich leider den bereitgestellten Spuckeimer nutzen musste (richtige Kenner trinken ja ihrem Wein nicht, sondern kosten nur und spucken den Rest dann wieder aus). Aber da alle Weine so lecker waren hat sich das -trotz der Eimerbenutzung- voll gelohnt. Natürlich auch für den Weinkeller ;-) Sogar drei Flaschen im Koffer haben den heimflug gut überstanden!

Dienstag, 23. März 2010

Was hier im Moment so los ist

Ja, was ist hier im Moment so los? Der Frühling ist da!
Die letzten beiden Tage gab es hier eine Konferenz aller im weitestesten Sinne infektiologisch forschenden Arbeitsgruppen in Tours. Dort gab es dann jede Menge Vorträge (auch von Doktoranden), von denen ich den meisten auch folgen konnte. Außerdem wurde mir angedroht, dass ich im nächsten Jahr dran sei mit einem Vortrag. Ist ja sicher eine gute Sache, aber das würde mir doch wohl die eine oder andere schlaflose Nacht bereiten. Naja, aber bis dahin ist ja nich ne Weile, und dann ist mein französisch ja auch noch viel besser! Am besten an der Konferenz waren allerdings die Pausen, die auf dem Rasen in der Sonne verbrachten....die konnte ich nämlich am Wochenende nicht so richtig ausnützen.
Mein neuer Verein hatte einen Wettkampf ausgerichtet und die Mastersgruppe wurde dazu aufgerufen, sich als freiwillige Helfer zu melden. Ud so verbrachte ich dann beide nachmittage beim Crepes-Verkauf und am Eingang des Bades, wo es manchmal gar nicht so einfach war, den Leuten klar zu machen, dass das Bad geschlossen war. O-Ton: "Also kann man heute nicht schwimmen....aber kann ich mir eine Monatskarte kaufen? Ach so, auch nicht.....können sie mich denn zu den Wassergymnastikkursen beraten?" Und so weiter und so fort. Aber es kamen auch einige Leute vorbei, die sich den Wettkamof ansehen wollten, das fand ich echt gut. Aber da waren auch wohl ganz gute Leute. Auch die nächste Laure Manaudou (allerdings hab ich ihren Namen vergessen, der war irgendwie schwierig, aber kann wohl alles ziemlich gut schwimmen).
Sonntagabend war ich dann noch im Kino, bei "L´arnacoer", also sozusagen der Herzensschwindler. Darin ging es um einen professionellen Pärchen-Auseinanderbringer, der sich dann (wie sollte es anders sein) in eines seiner Opfer verliebt. Dieses wurde übrigens von Vanessa Paradis gespielt, die man in Deutschland eigentlich nur als Freundin von Johnny Depp kennt. Hier ist sie aber eine sehr bekannte Sängerin, die gelegentlich auch schauspielert. Hier mal ein Link zu einem meiner Lieblingslieder von ihr:
http://www.youtube.com/watch?v=3R_6sP_6VWE

So, morgen geht es dann wieder zurüch ins Labor, wie ungewohnt...
Dort habe ich aber das gute Wetter auch schon genutzt, um den Franzosen die Vorzüge einer Slackline zu erklären. Da, wo ich arbeite gibt es nämlich jede Menge Bäume und demnach auch Möglichkeiten eine Slackline anzubringen.
Hoffentlich bleibt es weiterhin so schön!

Freitag, 12. März 2010

Freitag morgen, kurz nach neun Uhr. Ein ganz normaler Tag in Frankreich.
Mein Handy klingelt, es ist Baptiste, einer meiner Kollegen. Er braucht eine Mitfahrgelegenheit zur Arbeit, weil die Busfahrer hier schon seit einer Woche immer mal wieder streiken. Wa-elche Busse nun genau fahren, erfährt man aber leider meistens erst, wenn man an der Bushaltestelle steht und kein Bus kommt. Oder amn sittzt schon im Bus drin, es soll einen Fahrerwechsel geben, aber der Fahrer, der übernehmen soll, ist im Streik. Also bitte alles aussteigen und sehen wie man weiter vom Fleck kommt. Naja, wegen dieser Sache fahre ich im Moment nur Auto. Baptiste wolte also heute Bus fahrenund konnte dann während fast einer Stunde keinen auftreiben, der nach Grandmont fuhr und rief deswegen mich an.
Auf dem Weg stand ich dann an der Ampel und sah einen Radfahrer, der auf der falschen Strassenseite auf dem Radweg fuhr. Leider sah ihn auch ein Polizist in einem Zivilfahrzeug, klemmte spontan sein Blaulicht aufs Dach und verfolgte den Radfahrer. Bisher dachte ich ja immer, das wäre hier nicht ganz so streng....weit gefehlt. Jetzt werde ich vielleicht versuchen, nicht mehr so oft in meiner Strasse in die falsche Richtung zu fahren (ist ne Einbahnstrasse).
Der Morgen wurde dann gekrönt von der Ankunft in einem 12° kalten Labor. Offensichtlich war die Heizung an der ganzen Uni ausgefallen, und das bei Minusgraden. Zum Glück waren wir aber recht spät dran, sodass das Problem schon nach einer halben Stunde wieder behoben war. Sonst wäre ich auch nicht lange geblieben, mein erster Instinkt war Flucht. Bei so ner Kälte kann doch keiner arbeiten....

Dienstag, 9. März 2010

Heute bin ich zum ersten Mal in diesem Winter vor Einbruch der Dunkelheit nach Hause gekommen, juhu! Obwohl die Temperaturen hier grade auch wieder eher frostig sind (so um die null Grad) und ich mir auch schon wieder einen Schnupfen eingefangen habe, lässt es doch auf einen baldigen Frühlingsbeginn hoffen, dass die Tage wieder kürzer werden.
So, jetzt werde ich mich einfach mal ein bisschen ausruhen und früh ins Bett gehen, damit ich hoffentlich morgen wieder fit bin. Es steht nämlich mal wieder ein vollgepackter Labortag an!

Sonntag, 7. März 2010

Le Salon International de l´Agriculture

Gestern war ich mit Perrine, ihrem Bruder und ihrer Schwester samt Freund in Paris, um dort den Salon international de l´agriculture, also eine Agronomie-Ausstellung, zu besuchen. Da es Samstag war und neben Monsieur le Président auch noch einige Tausend andere Besucher erwartet wurden, wollten wir schon früh aufbrechen. In und um Paris herum ist nämlich immer Stau und der Weg dorthin dauert ja auch schon zwei Stunden.
Nachdem mich Perrine also pünktlich um acht Uhr (naja, mehr oder weniger) abgeholt hatte, ging es als nächstes zu ihrer Schwester und deren Freund, die auf dem Land schon etwas mehr Richtung Paris wohnen. Nachdem dann endlich alle versammelt waren, ging es um neun Uhr los zu einer-wie sich herausstellen sollte- recht langen Fahrt. In Paris waren wir eigentlich recht zügig, aber dann standen wir fast zwei Stunden im Stau, um von der Peripherique (das ist so ne Art Stadtautobahn, die einmal um Paris geht) bis zum Parkhaus zukommen. Ich sag nur 600m in einer Stunde! Ganz Paris war wohl in der Ausstellung!
Naja, nachdem wir dann endlich einen Parkplatz gefunden hatten, war es ja auch schon 1 Uhr und so begaben wir uns direkt in die Halle, in der die verschiedenen Regionen Frankreichs ihre Produkte ausstellten. Und das hieß vor allem viele, viele Fressbuden! So haben wir dann Käse aus der Champagne, Foie Gras ausgezeichnet mit der Silbermedaille im jahr 2010, Crepes und Cidre aus der Bretagne, Schokolade aus der Pikardie probiert. Außerdem ein leckeres Eis sowie die bretonische Spezialität kouign amann, ein Kuchen, der eigentlich nur aus Teig, Butter und Zucker besteht.
Hier dann einmal Parrines Schwester Camille und ihr freund Joel mit ihrem Eis:
So gestärkt haben wir uns dann ein paar Stände sowie die Tiere angesehen. Dieses Jahr war der Kuh gewidmet und so waren die verschiedensten Rassen jeweils mit mehreren Exemplaren vertreten. Das kann man sich dann in etwa so vorstellen:
Teilweise waren auch ein paar Kälber mit dabei. Irgendwie fand ich diese Darstellung der Tiere aber etwas traurig, zumal es nebenan auch einen Stand gab, an dem Rinderhälften verkauft wurden und üner den Köpfen mancher Tiere bereits ihr nächster Besitzer, z.B. das Restaurant XY angeben waren. Aber so ist das wohl. Die "Ausstellungsstücke" waren von ihren Besitzern wohl auch hauptsächlich mitgebracht worden, um sie an den verschiedenen Wettbewerben teilnehmen zu lassen. Was da genau gemacht wurde, ist mir auch nicht klar, aber fast jede zweite Kuh hatte eine oder mehrere Plaketten gewonnen.(die roten Dinger unter den weißen Schildern).
Danach haben wir uns dann noch die Pferde und Esel angesehen, die in ähnlichen "Ställen" gehalten wurden. Und nach fünf Stunden umherlaufen ohne Pause hatten wir dann genug und machten und wieder auf in den Stau, der diesmal zum Glück etwas kürzer war. Nach diesem langen Tag wurde im Auto dann hauptsächlich geschlafen und den Abend verbrachte ich dann mit der kleinen Schmusekazte Lulu auf dem Sofa. Sie wird morgen erst wieder abgeholt, sodass ich ihr jetzt noch ein paar Streicheleinheiten verpassen werde!

aman

Donnerstag, 4. März 2010

Besuch

Mein erster Besuch (also solcher, der auch über Nacht bleibt) ist heute eingetroffen.
Bisher hat dieser Besuch einen Faden an meinem Rock gezogen, versucht meine Pflanzen zu essen, mit Essen um sich geschmissen und mich ein wenig gekratzt. Tja, und so sieht er aus:
Meine Kollegin Jennifer fährt dieses Wochenende zu einer hochzeit und hat mir derweil die Aufsicht über Lulu übertragen. Die kleine ist wirklich niedlich und total verspielt. Allerdings hat sie mir direkt mal einen kleinen Schrecken eingejagt. Direkt nach Jennifer gegangen war, konnte ich die Katze nirgends mehr finden und meine Wohnung ist ja nun nicht so sehr groß. Schließlich entdeckte ich sie aber hinter dem Regal, wo sie mucksmäuschenstill hockte. Hatte wohl ein bißchen Angst.
So, jetzt werde ich noch ein bisschen mit Lulu spielen.

Gute Nacht!

Sonntag, 28. Februar 2010

Lebenszeichen

So, da habe ich ja wirklich schon lange nichts mehr in meinem Blog geschrieben-worauf mich ja auch der eine oder andere aufmerksam gemacht hat....
Aber irgenswie war in der letzten Zeit auch immer einiges los. Diese Woche war ich-mit Ausnahme des Montagabends- jeden Tag unterwegs. Am Dienstag gab es einen Mojito-Abend mit den anderen aus dem Labor, bei dem dann auch gleich in meinen Geburtstag reingefeiert wurde.
An dieser Stelle erstmal herzlichen Dank für eure Mails, Karten und Päckchen. Das hat mich wirlich sehr gefreut!
Mein Geburtstag begann dann mit einem mäßig spannenden Excel-Kurs, der bis drei Uhr nachmittags ging. Danach hab ich dann schnell meinen Kuchen geholt und meine Arbeitskollegen mit selbigem verköstigt. Eigentlich wollte ich eine Donauwelle backen, was sich jedoch als nicht ganz so einfach rausstellte. Irgendwie hatte ich viel zu viel Teig und der ist dann beim Backeb so richtig schön übergelaufen. Und da war dann auch kein Platz mehr für die Creme. Also hab ich einfach nur den Schokoguss obendrauf gemacht und das kam auch ganz gut an. Ich darf den Kuchen gerne wieder backen wurde mir versichert.
Um meinen Geburtstag ein bisschen zu feiern, war ich dann abends mit den anderen aus dem Labor indisch essen und dann noch inner Kneipe. Das ging allerdings nicht allzu lange, da wir alle vom Vorabend noch ziemlich müde waren.
Am Donnerstag und Freitagabend war ich dann bei Perrine, die mich und Baptiste (die beiden arbeiten bei mir im Labor) einmal mit Pizza und Croque Messieur, einmal mit Lasagne verköstigte.
Und gerstern abend hatte ich dann mit meinem neuen Verein hier wieder einen Mannschaftswettkampf. Der war diesmal in St. Pierre de Corps, einem Stadtteil von Tours. Das Bad dort hat mir allerdings gar nicht gefallen. Es gab Gemeinschaftsduschen (mal wieder, was die Franzosen nur damit immer haben?), vier Bahnen und eine Wassertiefe von geschätzten 50 cm auf einer Seite des Beckens. An eine vernünftige Wende war demnach also nicht zu denken. D gefällt mir das Freibad in Tours schon besser, da war ich an den letzten beiden Wochenenden. ja genau, im freibad. Das wird hier auch im Winter bis auf 28°C geheizt. Die spinnen, die Franzosen! Aber schwimmen kann man da echt gut!
Mein Wettkampf war aber trotz des Beckens ganz gut und für den dritten Platz einer unserer Staffeln haben wir sogar eine Magnunflasche Vouvray bekommen. Die soll morgen nach dem Training vertilgt werden. Nach dem Wettkampf waren wir dann mit einigen noch was Essen und anshließend noch in ner Kneipe, was auch sehr nett war. Nachher wollten wir dann eigentlich noch in eine Disco weiterziehen. Dort war dann eine ziemlich lange Schlange, was einem unserer Mittschwimmer überhaupt nicht gefiel. Es begann dann mit dem Türsteher zu diskutieren, was letztendlich dazu führte, dass dieser ihn nicht mehr reinlassen wollte. Da es zu diesem Zeitpunkt auch schon halb drei war, endschieden wir uns dann dafür, nach Hause zu gehen. Heute habe ich dann nicht viel gemacht. Ich habe mir ein Tours-Spaziergänge-Buch gekauft und werde jetzt nach und nach die Stadt damit erkunden. Das ist echt nicht schlecht, vieles fällt einem sonst gar nicht so auf.
Ach ja, der große Sturm ist natürlich auch durch Tours gezogen, gestern Nacht bin ich sogar davon wachgeworden, dass die Fensterläden der Nachbarn tierisch laut gegen die Hauswand schlugen. Die Schäden hielten sich hier aber eher in Grenzen, es lagen ziemlich viele Äste rum und ein paar Dachpfannen waren auch abgehoben worden (zum Glück ist keine auf meinem Auto gelandet). Und Strom gab es hier auch immer. Angeblihc hatten ja 1 Mio. Französiche Haushalte keinen Strom, aber das war wohl eher an der Küste, wo es auch recht schwere Überschwemmungen gab. Tours ist also mal wieder verschont worden.
Letzte Woche hab ich übrigens erfahren, dass ich hier schon seit Oktober in die Krankenversicherung einzahle. Das ist echt gut zu wissen. Jetzt muss ich mir nur noch eine Versichertenkarte besorgen und dann kann ich auch mal meine deutsche Versicherung kündigen...